Als Kranker kriegst du eine Sache im Übermaß: Gut gemeinte Ratschläge.

Die Liste dieser Ratschläge führt nach wie vor der Tipp mit dem Rausgehen an die „frische“ Luft und in die „schöne“ Sonne an.

Dazu mal Folgendes:

  1. Wirklich „frische“ Luft sucht man hier im Ruhrgebiet meistens vergeblich. Da, wo ich wohne, kannst du dich mit Kraftwerken aller Art, Chemiefabriken und sonstiger Industrie vergnügen. Dass es manchmal penetrant nach Schwefel und/oder anderem Zeugs riecht, interessiert offenbar niemanden. Alle „Grenzwerte“ würden jederzeit eingehalten … nee, is’ klar. Wenn ich an manchen Tagen raus gehe, komme ich mit Kopfschmerzen, Halskratzen und Augenbrennen wieder rein. Können natürlich auch „liebe“ Pollen sein, die mich (zumindest im Frühjahr und Sommer) triezen, aber im Endeffekt heißt das: Ich bleib’ lieber drin.
    Wenn wir es schaffen, mal nach Ostfriesland zu fahren, sitze ich hingegen gerne draußen. Auch wenn’s kalt ist. Es gibt schließlich Wolldecken.Am besten geht’s mir immernoch im Wald. Allein mir fehlt das Kapital, um eine Wohnstätte für mich und die meinen in einem schönen Forst zu errichten …
  1. Die Sonne ist nicht per se und für alle Menschen toll. Es gibt nunmal Leute (wie mich), für die Sonne nicht schön ist. Punkt.Sonne tut mir weh. Im Kopf, in den Augen, auf der Haut und wenn es ganz blöd läuft, auch in den Muskeln und Gelenken. Mit der Wärme an sich habe ich weniger Probleme – die tut meistens ganz gut in den Knochen und der Muskulatur. Aber Sonne pur geht nun mal nicht. Ging noch nie, wird wahrscheinlich auch nicht mehr gehen. Natürlich habe ich einen (nachgewiesenen) Vitamin D-Mangel, den ich jetzt mit entsprechenden Mittelchen bekämpfe. Mit ein bisschen Glück, soll auch die Lichtempfindlichkeit dadurch etwas verringert werden. Hoffen wir das Beste.

Nicht, dass man mich falsch versteht: Ich nehme gerne fundierte, vernünftige Ratschläge an und freue mich über neue Ansätze, von denen ich sagen kann: Könnte klappten – probier’ ich mal.

Aber, bitte, lasst mich in Ruhe mit eurer Sonne! Steckt euch eure Jahrhundert-Sommer und Sonnenstunden-Hypes an den (Sonnen-)Hut!

@Sonne: Geh’ unter, bitch! 😛

MEIN Lieblingswetter: „10 Grad und Nebel“

Mein Lieblingswetter ist nicht besonders populär, das ist mir klar, aber wo steht, dass “10 Grad und Nebel” nicht irgendjemandes Lieblingswetter sein darf? Ich finde Nebel schön. Im Nebel blühe ich auf. Wenn alles durch den Nebel gedämpft ist, geht es mir gut. Weniger Geräusche, weniger Licht und „weiche“ Luft – herrlich! 😀

Dass das Universum, Gott, das große Spaghettimonster whatever … mich eventuell doch ganz gut leiden kann, habe ich dementsprechend am Tag meiner (2.) Hochzeit erkannt: Was für die meisten Bräute eher Nervenzusammenbrüche apokalyptischen Ausmaßes bedeutet hätte, führte dazu, dass ich kurz bevor wir uns auf den Weg zum Wasserschloss Lüttinghof machten (dort sollte die Zeremonie stattfinden), davon überzeugt war, dass es  so etwas wie einen Gott geben könnte. Einen, der es gut mit mir meint …

Das Thermometer zeigt 4 Grad. Draußen: dichter Nebel. Um 9:30 Uhr soll die Trauung stattfinden. Meinem Mann und mir war bei der Terminierung nicht klar, WIE passend dieser Termin für uns (na, gut: für mich ;-)) sein würde. Denn, auf die Minute genau brach sie herein: Die SONNENFINSTERNIS! Muhaaahaaahaaa!

Tja, SO:

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… sieht MEIN perfekter Tag aus! 🙂

1000 Dank nochmal an Patrick Temme für die Wahnsinns-Bilder!