Ich bin wütend.

Diese profane Feststellung hat mich einiges an Kraft gekostet. Wie immer ist das Erleben – nein das Ausleben von Wut für mich ein physisch und psychisch sehr schmerzhaftes Unterfangen.

Der Auslöser war eine unangemessene Strafe einer Lehrerin für meinen Sohn.

Sie hatte ihn in der letzten Unterrichtseinheit vor den Ferien vom Schwimmunterricht ausgeschlossen, weil er sein Duschgel (!) ein einziges Mal nicht dabei hatte. (Es war mir aus der Tüte gefallen beim Taschepacken).

Ja, richtig gelesen. Das Duschgel …

Muss man mal kurz “einwirken” lassen die Szenerie … 😉

Eigentlich nur lachhaft das Ganze, aber das Kind war fix und fertig und mir ist die nicht mehr vorhandene Galle übergelaufen.

Das Kind konnte am Wochenende ganz gut abschalten, weil er ersatzweise mit seinem Papa im Freibad war. 🙂

Ich hatte weiter mit der Wut zu kämpfen.

Wie es sich für eine angepiekste Mutter gehört, hatte ich sofort in der Schule angerufen und erwischte die betreffende Lehrerin noch.

Ein guter Zeitpunkt, seine Emotionen nicht mehr allzu gut und gründlich zu unterdrücken, entschied ich und äußerte absolut sachlich, aber auch erkennbar wütend meinen Unmut über diese pädagogische Unverhältnismäßigkeit.

Das Gespräch wäre sehr schnell und sanft beendet gewesen, hätte die Dame nur einen Hauch von Bereitschaft zu kritischer Selbstreflexion erkennen lassen.
Aber: Fehlanzeige.
Im typischen “ich Macht – du nichts”, Ober-, Haupt- und “Von Gottes Gnaden”-Lehrer-Stil (auf den ICH allergisch reagiere) konstatierte sie, das sei alles ganz genau richtig so.

Wow …

Das Ende vom Lied: Ein 4-Seitiger Brief an die Schulleitung in der letzten Schulwoche. Checkereien, die niemand haben will. Ein Kind, dass jetzt Angst vor einer Lehrerin hat, eine Mutter, die vieles gebrauchen kann, aber nicht noch so ein Affentheater.
Auch die Rektorin wird sich freuen, sie hat ja bestimmt sonst nichts zu tun momentan … 😉

Aber, sich das gefallen lassen?
Keine Option.

Ich seh’s als Trainingseinheit.
“Chancen und Grenzen explizit demonstrierter Unmutsbekundungen unter dem Paradigma pädagogischer Einwirkungsoriginalität” … oder so …

… … …

… oder … SO:

“Stay here. I’ll be back!”
(Zitat: Arnold Schwarzenegger in Terminator 2)

T2 – I'll Be Back

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Gaaanz wichtig! Gewalt ist doof, meistens unnötig und bringt nix. Sein Innenleben durch Filmszenen auszudrücken, hingegen schon: Spaß! … 😉😂