Meine Erfahrung mit dem “St. Barbara” Gladbeck

Im St. Barbara habe ich als Patient und als begleitende Mutter überwiegend positive Erfahrungen gesammelt. Nur ein Mal traf ich nachts in der Notaufnahme auf einen Arzt, der besser Papas Porsche putzen, als Patienten behandeln sollte.

Meine Erfahrungen auf der NEUROLOGIE und GASTROENTEROLOGIE

Den Ärzten, Therapeuten und Pflegern (auch auf der Stroke Unit) im St. Barbara habe ich viel zu verdanken. Hier ging man nach jahrelangem Rumdoktern und Fehldiagnosen 2015 erstmals systematisch und gründlich vor. Die Basilarismigräne und der Zwerchfellbruch wurden hier diagnostiziert, so dass ich eine Chance bekam, in die richtige Richtung weiter zu therapieren.

POSITIVES

  • Personal: Trotz akutem Ärzte- und Pflegepersonalmangel haben dort alle einen super Job gemacht. Die allermeisten waren immer freundlich und engagiert.
  • Zimmer: Die Zimmer auf der Neurologie waren groß genug und gepflegt. In der Stroke Unit konnte ich vom Bett aus durch drei Fenster in den Himmel gucken, was ich sehr beruhigend fand.
  • Kapelle: Die Krankenhauskapelle war für mich ein tägliches Ziel. Nicht zum Beten (damit hab’ ich’s als Agnostiker und Atheist nicht so ;-)), sondern als Ort der Ruhe, um dem Geräuschchaos der Neurologie zu entkommen.
  • Essen: Das Essen fand ich für ein Krankenhaus wirklich gut.

NEGATIVES

Zur Zeit meines „Besuches“ auf der Neurologie (2015) herrschte extremer Ärzte- und Pflegepersonalmangel. Das war an allen Ecken und Enden zu spüren. Da nur Ärzte bestimmte Sachen machen dürfen (z.B. neuen Zugang legen), kam es auch vor, dass Patienten darauf den ganzen Tag warten mussten. Am meisten leiden darunter diejenigen, die hilflos sind und keine Familien oder Freunde habe, die sich um sie kümmern: Also im Grunde diejenigen, die das Pflegepersonal am dringendsten brauchen.

Die Verantwortlichen dafür sind aber nicht die Ärzte! Sowas kommt von der Gewinnoptimierungsstrategie der Verwaltungen und der Politik, die solche Zustände ermöglicht!

Im St. Barbara habe ich darüber hinaus die 2-Klassen-Medizin besonders krass erfahren: Hier gab es „Kassenbetten“, „Pflegebetten“ und „Privatbetten“, die sich in der Matratzenbeschaffenheit (Dicke/ Bezüge) und den Verstellmöglichkeiten unterschieden.

Als ich von der Stroke Unit auf die normale Station verlegt wurde, musste ich von meinem bequemen Pflegebett in ein solches Kassenbett (besser: Kassenpritsche) mit maximal 10 cm Gummimatte als Matratze umziehen. Mit kaputten Bandscheiben wirklich schwer auszuhalten.

Ich bin zwar gut gepolstert, hatte aber tatsächlich morgens Druckstellen an den Hüften. Wie man das Dekubitus-Risiko bei bettlägrigen Kassenpatienten so im Griff haben möchte, ist mir ein Rätsel … Hoffentlich hat man das inzwischen geändert …

Im Dezember 2018 wurde ich aus einer anderen Notaufnahme aufgrund von Kapazitätsmangel mit Herzrythmusstörungen

FAZIT

Jederzeit wieder, aber nur mit Einzelzimmerversicherung im Privatbett 😉

Hier noch die Homepage der Klinik: http://www.kkel.de/standorte/st-barbara-hospital/ueber-uns/


Buch-Tipp:

Ein paar ausführliche Anekdoten aus dem St. Barbara gibt es in meinem Buch “Heul ruhig -Wie Trauma, Angst und Schmerzen mich stärker machten” in den Kapiteln “Strike … äh Stroke Unit”, “Weißkittelhypertonie – dem trauma auf der Spur” und  “Krank aber glücklich” ***


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