Schlafkopfhörer

Meine neueste Errungenschaft im Bereich Helferlein ist mein Schlafkopfhörer. Hier erzähle ich über meine persönlichen Erfahrungen damit:

Hintergrund:

Seit etwa 10 Jahren begleitet mich mein Tinnitus auf der linken Seite. Während und nach Migräneanfällen mit Hirnstammaura wird dieser “Fiepsich”, wie ich ihn gerne nenne, etwa 10 Mal so laut. Dazu kommt noch ein dumpferer Dauerton auf der rechten Seite. Häufig bringt mich das Gefiepse um die letzte Mütze Schlaf. Nur mit leiser Musik oder Hörspielen schaffe ich es dann einzuschlafen.

Das Problem:

Meine normalen Kopfhörer mit Noise cancelling-Funktion sind zwar sehr bequem, aber ich kann mit ihnen nicht auf der Seite liegen und erst recht nicht schlafen.  Mein bisher verwendetes Kopfhörerkissen aus Schaumstoff ist in die Jahre gekommen, nicht sonderlich bequem und das Kabel könnte auch länger sein. Besser wäre es allerdings, gar kein Kabel um den Kopf zu haben.

Im Migränefall brauche ich meistens absolute Dunkelheit, die ich mit Kissen und Co. nur mühsam oder auf Kosten einer unbeschwerten Atmung herstellen kann.

Die Lösung:

Beim Surfen durch die Weiten des Internets stieß ich auf die Lösung: Ein Schlafkopfhörer in Maskenform. Ich hatte mir das neumodische Teil eher aus Langeweile gekauft, weil ich auf der Suche nach etwas “nur für mich” war. Geachtet habe ich darauf, dass es eine Bluetooth-Funktion gibt und die Bedienelemente nicht auf der Seite über einem Ohr liegen – denn dann hätten wir das akustische Problem nur auf ein haptisches verlegt. Ich fand nach eingehender Suche ein Modell, dass meinen formalen Anforderungen entsprach.

Meine Erfahrungen:

Zuerst fiel mir das geringe Gewicht der dick und weich gepolsterten Schlafmaske auf. Sie ist am Hinterkopf mit einem Klettverschluss zu verschließen, ist dann aber immernoch elastisch genug, um zum Beispiel nach oben, auf die Stirn geschoben zu werden, wenn man doch mal gucken möchte, was los ist. Die Verbindung zum Handy funktioniert recht simpel über Bluetooth. Man muss die Kopfhörermaske zunächst am Bedienelement einschalten und auf die “Connected”-Bestätigung der weiblichen Gerätestimme warten. Dann kann man sich mit der Maske über sein Abspielgerät verbinden.

Verdunkelung und Sitz

Die Maske verdunkelt wirklich perfekt. Für den Einsatz im Migränefall ist sie dadurch für mich besonders praktisch. Nur ganz kleine Lichteinfälle an der Nase, die man durch Verschieben des Stoffes aber noch optimieren kann, kommen eventuell durch, wenn man sich bewegt. Praktisch: große Kühlakkus kann ich an den Seiten damit etwas fixieren und sie rutschen nicht sofort vom Kopf (siehe Bild oben.)

Von einigen Rezensenten auf der Shop-Plattform wurde bemängelt, dass die Maske zu eng wäre. Dazu kann ich nur feststellen: die mit Klettband verstellbare Weite ist mehr als flexibel.

Im Migränefall habe ich persönlich es ganz gerne, wenn etwas eng am Kopf anliegt. Ich wickle mir manches Mal sogar einen Baumwollschal sehr fest um die Schläfen, um den für mich passenden Druck zu erzeugen. Das gelingt mit dem Schlafkopfhörer mit einem Handstreich. Da ich damit gar nicht gerechnet hatte, freue ich mich über dieses “Feature” besonders. Es ist damit ebenfalls gut möglich, die Kopfhörer-Maske wie ein Stirnband zu tragen, falls man nicht “ganz blind” sein möchte. Durch den Klettverschluss, der sehr flach anliegt, kann man prima seine Wohlfühl-Passform einstellen. Auch wenn die Maske locker sitzt, hört man noch gut, was abgespielt wird.

Seitenlage

Auf der Seite liegen ist mit dem Schlafkopfhörer gut möglich. Allerdings nur, wenn man den gepolsterten etwa 4 cm Durchmesser-Lautsprecher nicht gerade direkt auf dem Ohrknorpel platziert (wie es mir in der ersten Probe-Nacht gelungen ist :-D).

Klang

Die Lautstärke ist vorne am Bedienelement gut einstellbar und dann natürlich über das Smartphone einstellbar. Für Entspannungsmusik und Meditationen ist der Klang und auch die Lautstärkenvariablilität für meinen Geschmack und mein Gehör absolut in Ordnung. Es scheppert und klingelt nichts.

Wer klassische Konzerte oder guten Heavy Metal genießen möchte, sollte allerdings lieber auf die “Standard-Micky-Mäuse” (sprich: dicke, fette Over Ear Kopfhörer) setzen.

Stromversorgung

Aufladbar ist die Kopfhörermaske über ein USB-Kabel, das bei meinem Gerät im Lieferumfang enthalten ist. Eine Ladung (ca. 2 Stunden) hält bei mir mindestens eine ganze Nacht, eher länger. Nur etwa 10 cm Kabel verbleiben nach dem Laden am Kopfhörer. Dieses kleine Stück Kabel kann man problemlos ebenfalls im Inneren des Kofphörers verstauen.

Ein Netzteil ist nicht im Lieferumfang dabei, aber es funktionieren alle herkömmlichen USB-Ladeteile.

Hygiene

Die Maske ist grundsätzlich sogar waschbar.  Sämtliche technischen Teile sind zwar auf mögliche Schweißabsonderung eingerichtet, zum Waschen der textilen Teile müssen sie jedoch aus der Maske herausgenommen werden. Für diesen Zweck gibt es einen Reißverschluss an der Oberkante, den man sinnvollerweise auch nicht auf der Haut spürt beim Draufliegen, da er direkt auf der Nähkante sitzt und praktisch im Stoff verschwindet.

Die Bedienelemente kann man ebenfalls herausnehmen.

Ich gehe allerdings davon aus, dass man das Gefriemel nicht zu oft machen sollte, da die Kabel ziemlich dünn sind und beim Herauswurschteln bestimmt nicht stabiler werden.

Fazit

Ich verwende den Schlafkopfhörer seit etwa 3 Monaten und bin uneingeschränkt glücklich mit dem Ding!

Für Dich:

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