Meine Erfahrung mit dem “Getrudis” in Herten-Westerholt

Im Gertrudis-Hospital in Herten-Westerholt war ich zwei Mal „zu Gast“ auf der Chirurgie und im Funktionslabor.
Nachdem klar war, dass mein Zwerchfell einen großen Bruch erlitten hatte und mein Magen es sich immer wieder mal im Brustkorb gemütlich gemacht hatte, musste was passieren. Mein Herz hatte keinen Bock auf den Stress und stolperte und schubste dagegen an, was mir einige unschöne Erfahrungen verschaffte.

Hinzu kam: Jeden Tag Sodbrennen und lebenslang Säureblocker wie Pantoprazol ist mit 42 auch keine gute Lösung.

Ich entschied mich nach ausführlicher Beratung für eine Zwerchfellplastik mit anschließender Fundoblicatio. Will meinen: Zwerchfell flicken und Magen um Speiseröhre wickeln.

Vor der OP macht das Funktionslabor noch diverse Schluck und Magensäure-Tests.
Das durch die Nase eingeschobene Schläuche- und Sondendrähte-Schlucken ist extrem unangenehm, aber notwendig. Die Schwestern hatten aber (bis auf eine) viel Geduld und Verständnis.

POSITIVES
Die Klinik ist recht klein. Da herrscht schon aus Kapazitätsgründen eine familiäre Atmosphäre.
Das Personal war zu 99% gut drauf. Auch das Organisatorische klappte gut.
Das Team um Chefärztin Frau Dr. Winkelmann und ihren Bruder, der die OP bei mir durchführte, war menschlich schwer in Ordnung und fachlich top!
Erklärt wurde immer so lange bis es keine Fragen mehr gab.

Das Pflegepersonal war bis auf eine Ausnahme ebenfalls toll. Mit am liebsten mochte ich „meine“ Putzfrau. Die roch immer gut und hatte mehr als nur einen aufmunternden Spruch auf Lager.

Die „Pinguine“ (=Schwestern in Ordinat), die neben „ganz normalen“ Krankenschwestern -und brüdern auf der Station unterwegs waren, missionierten nicht und bremsten mit dem Kaffeewagen auch für Atheisten. 🙂

Frühaufsteher konnten dort sogar meistens ein Tütchen Instant-Cappucino bekommen!

Das Essen war ok – frisch operiert ging sowieso nicht viel.
Toll war der kleine Kühlschrank auf dem Zimmer!

NEGATIVES
Zu dritt belegt, sind die Zimmer einfach zu klein.
Deshalb war ich bei meinem längeren Aufenthalt mehr als froh über mein (selbst bezahltes) Einzelzimmer.

Die eine Schwester, die mich angemotzt hat, als ich um 5 Uhr morgens nach einer komplett schlaflosen Nacht nicht mehr konnte, weil der Scheißdraht so weh tat (was er laut Arzt und Funktionslaborschwester nicht durfte) und ich weinend darum ersuchte, mir das Mistding 3 Stunden früher als geplant rauszunehmen, soll zur Hölle fahren und dort mit Drähten und Sonden in allen Körperöffnungen bis in alle Ewigkeit schmoren. So! 😛

Ansonsten gibt es es absolut nichts Negatives zu berichten.

Fazit: Jederzeit wieder!

Homepage der Klinik: http://www.kkrn.de/gertrudis-hospital-westerholt/startseite/