Ich brauche Eure Hilfe

So, Ihr Lieben, jetzt ist es soweit: Ich mache etwas, das mir immer noch sehr schwer fällt: Ich bitte um Hilfe.

Dabei geht es bei mir ausdrücklich NICHT um Corona-verursachte “Not”. Bei mir war es die letzte Steuererklärung, die mir in deutlichen Ziffern gesagt hat: Sieh zu, dass du zumindest einen Teil der Kosten für das Bloggen wieder reinbekommst, sonst wird es auf Dauer einfach zu viel. Bisher konnte ich einen Teil mit anderen Text-Projekten etwas auffangen, im letzten Jahr fiel das aber leider komplett aus, weil ich einfach zu krank war.

Diejenigen von euch, die selber bloggen, wissen, dass es nicht nur mit ein bisschen Webspace getan ist – zumindest, wenn man gewisse Qualitätsansprüche hat und unabhängig bzw. werbefrei sein und bleiben möchte. Für alle anderen, die sich das nicht so vorstellen können, möchte ich kurz eine kleine Aufstellung machen, was da so alles zusammenkommt:

Das Basis-Hosting-Paket für die Seite schlägt mit 5,49 Euro im Monat (= 65,88 Euro im Jahr) zu Buche. Hinzu kommen unregelmäßige Kosten für:

  • Hardware (ich habe mir zu Beginn meiner “Bloggerzeit” nur ein kleines Einsteiger-Notebook für 329,- Euro zugelegt, das dringend ausgetauscht werden müsste und eine externe Festplatte für 29,- Euro) (aufs Jahr gerechnet sind das also etwa 120,- Euro)
  • Software (z. B. Grafik, Virenschutz, Duden-Mentor): aufs Jahr gerechnet etwa 45,- Euro,
  • Werbematerial (z. B. habe ich auch Visitenkarten für myyzilla.de, die ich beispielsweise bei meinen Ärzten zur Weitergabe an interessierte Patienten hinterlasse): ca. 10 Euro / pro Jahr,
  • Kontoführungskosten (ja, auch das fällt u. U. extra an, wenn man etwas selbstständig macht): ca. 5,- Euro / Jahr
  • und (Fach-)Literatur: ca. 50,- Euro / Jahr

Normalerweise setzt man auch anteilig Kosten für Internet und Telefon an. Das habe ich hier aber außen vor gelassen, weil ich beides ja sowieso im Haus habe. Die meisten von uns brauchen auch externe Beratung (z. B. für die DSGVO-Konformität) – das fiel aufgrund guter “Kontakte” in meinem Falle weg, könnte aber jederzeit wieder anstehen.

Ihr seht: Da kommt einiges zusammen. In meinem Falle sind es etwa 300 Euro pro Jahr, die ich bisher irgendwie aufgebracht, oder vom Ersparten bezahlt habe.

Ich schildere das so ausführlich, weil es mir wirklich nicht leicht fällt, einfach zu sagen: Hasse ma’n Euro. Obwohl ich daran grundsätzlich nichts Falsches finden kann. Bisher war ich nur immer etwas “zu stolz”, mir von irgendjemandem etwas schenken zu lassen. Vor allem Wertvolles und Geld kann ich ganz schlecht annehmen, weil ich immer das Gefühl habe, es nicht zu verdienen. Das sind Gefühle, die ab und an sehr tief aus meinen traumatisierten Seelenteilen herauf kommen. Das soll euch jetzt nicht weichkochen ;-), sondern nur erklären, wie eins mit dem anderen zusammenhängt.

Lange rede kurzer Sinn – hier ist er – der neue Spenden-Button, den Ihr ab sofort auch im Seitenmenü rechts findet und gerne ausgiebig nutzen dürft 😉

Wenn ihr da draufklickt, werdet Ihr automatisch auf die Paypal-Zahlungsmaske geleitet. Dort könnt ihr wählen, ob Ihr regelmäßig etwas spenden möchtet (was natürlich seeehr cool wäre), oder nur einmalig (was mindestens genauso cool ist). Für Euch ist die Transaktion auf meinen Spendenaccount (donate@myyzilla.de) natürlich kostenlos. PayPal gönnt sich dann 2,49% der Spendensumme + 0,35 Eur pro Transaktion. Der Rest geht an mich.

Also dann: Allerliebsten Dank im Voraus! Ich freue mich über jeden gespendeten Euro!

—-

Schade, dass es keine “Fenster putzen”-Buttons bei PayPal gibt … das wäre auch dringend … 😉

[sehr geiles Titelbild von pixabay/michaelgaida – – – wenn Ihr es nicht vollständig sehen könnt: mit rechter Maustaste draufklicken und “Hintergrundgrafik anzeigen” auswählen, dann seht ihr es komplett – – – wenn der nette junge Mann auf dem Bild sich wiedererkennt: Schreib’ mir ‘ne Mail. Weed is’ vergriffen, aber Bier kann ich besorgen. ;-)]

095 // Corona: Wen wir wirklich am meisten schützen müssen

Natürlich geht es auch in meinem Blog heute mal um Corona. Allerdings nur mittelbar. Bevor ich meine kostbare Energie aber für die Anprangerung der Scheinheiligkeit und Heuchelei von unseren ach so engagierten Politikern raushaue (da ist sowieso Hopfen und Malz verloren), möchte ich auf einen Aspekt eingehen, der mir in den Medien zurzeit etwas zu kurz kommt:

Schützt die Alten?

Die Alten müsse und wolle man schützen – tönt es an jeder Ecke. Deshalb sollen die dann demnächst alle in ihren Heimen hocken bleiben, während die Leistungsträger und Jungspunde möglichst bald wieder ins Nagelstudio ihrer Wahl gehen dürfen sollen – die Wirtschaft darf ja nicht so leiden. Der Rubel muss bald wieder rollen, sonst war’s das mit dem Wohlstand für alle. Mimimi.

Da zeigt sich dann, wie weit weg die von der Realität der über 70-Jährigen unserer Zeit sind. Die sitzen nämlich nicht überwiegend in Heimen rum. Und wenn, dann werden die Menschen da nicht einfach nur gelagert und nach Bedarf rein- oder rausgetrieben wie das liebe Vieh. Diese Menschen wohnen da. WOHNEN. So wie wir Jüngeren auch in unseren Wohnungen und Häusern. In einem Heim zu wohnen, bedeutet nicht, seine Eigenschaft als Bürger dieses Landes eingebüßt zu haben. Wie für jeden anderen Bürger auch, bleiben die Rechte für die Bewohner eines Heimes selbstverständlich und völlig zu Recht die gleichen, als wenn sie im eigenen Bungalow wohnen würden. Diese Menschen kann man doch nicht einfach alle aufgrund ihres Alters und der Wohnart wegsperren, während Jüngere oder nur die mit Eigenheim sich draußen die Sonne auf den Wanst scheinen lassen und sich des Lebens freuen können.

Es sind auch nicht per se die Alten, die wir am meisten schützen müssen. Die allermeisten von ihnen sind alt und somit auch lebenserfahren genug, um sich selbst zu schützen, oder selbst zu entscheiden, wie viel Schutz sie möchten. Nur weil ein Mensch alt ist, bedeutet es nicht, dass wir Jüngeren darüber entscheiden dürfen, wie sie leben sollen – und seien die Motive auch noch so nobel. Alte werden nicht automatisch mit dem Alter zu Idioten – die meisten jedenfalls nicht. Sicher gibt es welche, die die Lage nicht ganz begreifen und sich und andere damit eventuell gefährden. Was für sie getan werden kann, muss man im Einzelfall sehen.

Schützt die Kinder!

Ich finde es viel wichtiger, sich um die zu kümmern, die ihrer Umwelt, ihren Familien und der Gesellschaft wirklich schutzlos ausgeliefert sind: die Kinder. Dabei geht es mir nicht in erster Linie um den Schutz vor dem Virus. Viel, viel, viel gefährlicher ist die Tatsache, dass wir Kinder aus Problemfamilien (und solchen, die es unter diesen Umständen werden könnten) jetzt noch viel weniger schützen können.

Das Leid der Kinder, die gewalttätigen Übergriffen durch Familienmitgliedern ausgeliefert sind, wird noch viel unsichtbarer – und das ist brandgefährlich! Das „Aufeinanderhocken“ und „Nicht-weg-Können“, wirkt in vielen Familien jetzt wie ein Brutschrank der Gewalt.

Deshalb mein Appell: Schaut und hört nicht weg!
Im Gegenteil: Schaut besonders gründlich und hört genau hin.

Kinder brauchen Helfer

Jeder, der als Kind die Erfahrung von gewalttätigen Übergriffen gemacht hat, weiß, wie wichtig es ist, Hilfe von außen zu bekommen. Wie wichtig aufmerksame Menschen sind, die sich für einen einsetzen, Menschen, die die Täter in gewissem Maße unter sozialer Kontrolle halten. Menschen die sich einmischen, und die gegebenenfalls den Mut haben, weitere Schritte einzuleiten.

Das alles ist in Corona-Zeiten noch schwieriger als im normalen Alltag. Es gibt keinen Kontakt zu Lehrern oder Erziehern, die die Situation der Problemfamilien kennen und ohnehin wachsam sind. Es gibt keinen Austausch mit anderen. Eltern sind mit der Situation noch mehr überfordert als sonst und aus Überforderung entsteht oftmals Aggression und Gewalt. Hinzu kommt: Nicht jeder hat am Klingelschild „Problemfamilie“ stehen. Kinder werden auch in Bilderbuchfamilien geschlagen und physisch und psychisch missbraucht. Von Menschen, die nach außen hin freundlich und normal wirken. Sobald die Wohnungstür zu ist, geht es dann los.

Klar, es ist ganz normal, dass sich der Umgangston in der Familie mal verschärft. Gerade, wenn wir keine Freiräume mehr haben. Natürlich ist auch nicht jede (auch lautstarke) Auseinandersetzung innerhalb einer Familie gleich der Startschuss für eine handfeste Prügelei. Oft schaukeln sich die Dinge aber auch hoch. Zuerst wird „nur“ die Frau „mal im Affekt“ geschubst, aber beim nächsten Mal vielleicht der 10-Jährige, der die Mama beschützen will, oder den emotional von Haus aus instabilen Papa mit seinen Bedürfnissen „provoziert“. Schon mit Schubser Nr. 1 ist eine wichtige Grenze überschritten. Allein die Schäden am kindlichen Stressverarbeitungssystem, die solche Übergriffe auslösen können (und seien sie nur beobachtet) sind immens.

Nicht Deine Baustelle … ?

„Betrifft mich nicht?“, denkt manch einer. Das ist nicht ganz richtig. Auch wer nicht direkt betroffen ist, wird früher oder später für die misshandelten Kinder von heute zumindest mittelbar einstehen müssen. Nämlich dann, wenn sie als kranke Erwachsene von morgen unsere Gesellschaft schwächen – wenn sie es denn bis ins Erwachsenenalter schaffen. Wir alle tragen die Verantwortung für die nachfolgenden Generationen, auch für Nachkommen, die wir nicht selbst gezeugt oder geboren haben.

Deshalb nochmals: Bitte schaut nicht weg. Wendet euch gegebenenfalls an die Jugendämter oder den Kinderschutzbund, wenn ihr nicht wisst, was ihr tun sollt oder könnt. Manchmal kann schon ein Zettel mit wichtigen Telefonnummern (siehe unten) im Briefkasten der Familien oder am schwarzen Brett der Wohnanlage etwas bewirken.

Auch der sozialpsychiatrische Dienst der Städte und Kommunen hilft weiter. Im Zweifel ruft direkt die Polizei. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig, denn nichts ist schlimmer als die Stille, die einzieht, wenn die Kinderseele zum Schweigen gebracht wurde!

 

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Wichtige Telefonnummern und Internetadressen:

  • Kinderschutzbund: www.dksb.de
    (Weitere Infos und konkrete Hilfsangebote)
  • “Nummer gegen Kummer”
    für Kinder und Jugendliche –> Telefonnummer 11 6 111 oder 0800 111 0 333

    Ein Angebot, in dem sich Kinder und Jugendliche anonym zu ihrer Situation beraten lassen können – bundesweit, kostenfrei und anonym über Telefon, E-Mail und online über eine Chatfunktion www.NummerGegenKummer.de
    Montag – Samstag: 14 Uhr – 20 Uhr
  • Elterntelefon: 0800 111 0 550
    Das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer berät und hilft Eltern
    Montag – Freitag: 9 Uhr – 11 Uhr
    Dienstag – Donnerstag: 17 Uhr – 19 Uhr
  • Verband der Alleinerziehenden: Krisennummer 0201 82774799
  • Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: Telefon: 0800-22 55 53
  • Online-Suche zuständiges Jugendamt:  https://familienportal.de/action/familienportal/125008/action/suche
  • Online-Beratungsstellensuche: https://www.bke.de/05E-740-CC1-1F1/
  • Kinderschutzbund vor Ort: https://www.dksb.de/de/dksb-vor-ort/

 

094 // Every Day Every Night

Krank und nicht leistungsfähig zu sein, hat wirklich wenige Vorteile, aber es gibt welche: Man kann vergleichsweise viel Zeit mit und in den sozialen Medien verbringen, wenn man möchte. Vor allem als passiver Zuschauer.

Nun bin ich vielseitig interessiert und immer auf der Suche nach sinnentleerter Zerstreuung, deshalb finde ich vor allem auf youtube in Zeiten lähmenden Siechtums immer Menschen und Themen, die meine Aufmerksamkeit wecken und damit kognitive Ressourcen immerhin kurzfristig binden. Die müsste ich sonst an Angst, Panik und Depression verschwenden. Nicht gut.

Wie immer bin ich dabei Spätzünder. (Von Harry Potter hatte ich erst gehört und gelesen, als Teil drei bereits erschienen war und die Twighlight-Romane gab‘s schon im Sonderangebot als ich dem dumm-romantischen Vampir-Geseier anheim gefallen bin.)

Leicht retardiert habe ich vor etwa zwei Jahren in der Szene der “digital natives” Fuß gefasst und lasse mich bespaßen – auch durch die Kommentare unter den Videos. Die meisten Bildungsfernsehzuschauer in meinem Alter würden sich wundern, wie viel Schlaues und Geistreiches die junge Generation zu den Videos von  Julien Bam, ABK, Taddl, MonatanaBlack und Co. zu sagen hat. Beruhigend: Auch jungen Menschen fallen orthografische Schwächen der minderbemittelten Hater-Hirnis noch auf. Wow.

Nebenbei habe ich ein sinnvolles neues Hobby angefangen: youtube aufräumen! 😀

Ich melde rigoros alles, was gegen die Richtlinien verstößt. Systematisch, schnell und effektiv. Das wird bestimmt tierisch was bringen und auf mich haben die bestimmt grade noch gewartet … 😉

Meine Aboliste wird langsam lang und länger … und immer illustrer [über diesen Komparativ habe ich lange nachgedacht ;-)]

Sicher erscheint auch mir mancher Content „unangemessen oder fragwürdig“, aber wie immer, bleibe ich offen und Neuem gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen.

Wenn ich so verstört bin, dass ich nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll, habe ich als Soziologe und Medienpädagoge ja immernoch den Vorteil, dass ich mich jederzeit auf eine fachwissenschaftliche Ebene rausreden kann: Ich guck’ das nur unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten, is’ klar, ne? 😉

Manchmal gucke ich auch in meiner Funktion als Mutter, nur damit ich nicht so werde, wie die hysterischen Hubschrauber-Elsen, die buchstäblich aus allen Wolken fallen (schöne Assoziation ;-)) , wenn sie mitkriegen, dass ihr Karl-Leopold schon lange eifrigster Supporter von Katja Krasavice ist, die seit PromiBigBrother 2018 auch im Fernsehen gezeigt hat, was sie kann.

Ich glaube, mich erwischt youtube-mäßig jetzt nix mehr kalt. Das ist ein gutes Gefühl. Wenngleich ich wünschte, bestimmte Trends niemals mitbekommen zu haben (oder versteht von Euch jemand den tieferen Sinn des Monsterpickelausdrückens vor laufender Kamera? Aber, das ist – glaube ich – auch schon lange wieder out …)

Doppelpeace!

Meinen letzten Neuzugang auf der Aboliste hatte ich letztes Jahr im April schon kurz vorgestellt: Jan und Tim mit ihrem Tourette-Kanal „Gewitter im Kopf“, der sich mittlerweile in Richtung 2 Millionen Follower bewegt.

Angefangen hatte meine Youtube-Gucker-Karriere mit Julien Bam und Tanzverbot – (aka Kilian Heinrich).

Ja, die alte Schabracke (ich) zieht sich den gestörten Zahnlückenjonny (Tanzverbot) rein. Every Day Every Night sozusagen. [Achtung: Die besondere speech versteht im Folgenden nur noch, wer zumindest ein paar seiner Videos gesehen hat. Empfehlungen gibt‘s am Ende des Beitrags.]

Und jetzt MEINE Ansage an Tanzis Kritiker, Hater und andere Affen, die ihn mit irgendeinem Scheiß nerven: Ihr könnt euch auf den Kopf stellen und mit dem Arsch Fliegen fangen, ihr werdet ihn nicht „knacken“. Menschen wie er sind so besonders und einzigartig, dass diejenigen, die spüren, dass sie niemals so stark sein könnten wie der von ihnen verachtete, fette, gemobbte Schulabbrecher (sorry, Tanzi, das dient nur der Veranschaulichung), ihn vor lauter Angst und Abscheu einfach nur weg haben wollen. Im Grunde lebt er die „radikale Erlaubnis 2.0“.

Seine Hater merken (unbewusst), dass er ihnen in vielerlei Hinsicht überlegen und in seiner Persönlichkeit einfach „stärker“ ist als sie. Wie das sein kann, dass er tut, was er tut, werden die nie verstehen. Sie verzweifeln geradezu über die Frage, woher diese Kraft, die Energie, ja, die ganze Liebe kommt, die dazu nötig ist, das alles jahrelang so durchzuziehen, wie er das macht.

Seit einiger Zeit verdient er auch noch Geld damit. (SKANDAL!)
Er macht aus Scheiße Geld! (DoppelSkandal!) Er schlägt aus dem, weshalb er aus der „normalen“ Gesellschaft aussortiert wurde, Gewinn. Nicht mehr – nicht weniger. Er hat sämtliche Chancen, die er in der Standardwelt aka „Reallife“ nie gehabt hätte, auf’s Vollste genutzt. Leid, Angst, Einsamkeit, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Ausgrenzung, Wut, Ärger, Ablehnung, (sexuelle) Frustration das ist Tanzis Kapital. Damit hatte weder er noch sonst jemand gerechnet – ich schwör’.

Irgendwann schien Kilian das aber begriffen zu haben und fing an, mit dieser Erkenntnis zu experimentieren. Er drehte den Spieß um und ließ seine Abonnenten und Follower random über’s Stöckchen springen. Er setzte kleine Stromschläge an, und guckte, wie wir reagieren. Das is’ sooo cool, Alter (oh sorry, ich hab’ zuviel von dem shit gewatched … every day every night eben … Is‘ ja auch egal. :-))
Zurzeit lebt Tanzi nun bei Unge (auch ein extrem erfolgreicher und sympathischer Youtuber) auf der Insel Madeira und versucht, sein Leben, sein Essverhalten und den ganzen Rest in den Griff zu kriegen.

Wär‘ ich jung, würd‘ ich sagen: „Ich feier den so über!“, aber ich bin 46, da sagt man natürlich sanft nickend „Respekt!“ oder „Chapeau!“

Warum? Wofür?

Viele halten ihn für gestört im Sinne von „unnormal“ und von „anders als die meisten anderen“. Das ist er auch.
Aber ICH finde das gut so.
Ich bin auch unnormal und mehr als nur einfach gestört.
Überhaupt haben wir viele Gemeinsamkeiten:
Kilians Gedankenschwälle kenn‘ ich nur zu gut. Im Grunde sehen meine inneren (und äußeren) Mono- und Dialoge genauso aus – es kriegt nur kaum einer mit, weil ich keine Kamera dabei laufen lasse. Ich schimpfe wie er, ich bin schnell von Nebensächlichkeiten abgelenkt – wie er und ich bin genau so blass wie er. Frisur: check, Konfektion: check, Wurstfinger: check.

Ich kenne das Gemobbtwerden unter anderem aus der Grundschule. Dort nannte mich einer von den Jungs immer „Specki“ und schlug und triezte mich bei jeder Gelegenheit.

Tanzi-inspiriert wäre es schon lange mal Zeit für ne Ansage an diesen versoffenen kleinen H*****sohn, aber der sitzt sicher mal wieder karmagerecht im Knast … würd‘ mich freuen, wenn ihm die großen speckigen Jungs da beim nächsten Duschen mal ganz unverbindlich ihren speckigen Schw.. *£¥%# in den mobbenden A..*£¥%# ….
ok ok, is‘ ja gut, ich reiß’ mich wieder zusammen …

Ich will nur sagen: Go, Tanzi, go Tanzi!!! 😀

Jetzt finden mich bestimmt auch alle „Normalen“ abstoßend.
Tja, … muss ich mit leben lernen. Aber da kann ich schön leveln im Konfliktangstbewältigungsgame.

Es würde mich auch nicht wundern, wenn Tanzi ebenfalls mindestens mit einem Bein im Autismus-/Asperger-Spektrum steckt. Aber is‘ ja nich’ schlimm. Hier befindet er sich in allerbester Gesellschaft … Wisstihrwassichmeine?

Was ich an ihm besonders bewundere: Man kann ihn abstoßend, widerwärtig, doof und blöd finden, aber es macht ihn nicht kaputt. Er sagt, wenn er Angst hat, er sagt, was ihn wütend macht, er sagt, wenn er verzweifelt ist. Dazwischen setzt er eine Art Dramaturgie, so schnell und professionell, dass wir es meistens gar nicht merken, wie er auf der Klaviatur seiner spontanen Impulse und Eindrücke spielt.
Er denkt, fühlt und redet synchron … in Echtzeit – so scheint es. Er lässt alles raus.
Das ist eine Gabe. Und das macht die Leute, die das nicht können, garantiert verrückt. Hihi. Mich fasziniert das.

Ich bin Fan! Is’ mir egal, was andere dazu sagen!

DoppelPeace!!!

——-

Ein paar Highlights aus Tanzverbots Kanal:

Seid mutig, unerschrocken und denkt nochmal über die Grundidee der radikalen Erlaubnis nach und dann: legt einfach los.

Tipp für den harten Einstieg:

„Mädchen melde dich“
https://youtu.be/8jPrhONaF9c

oder

„Ansage an Bäckersfrau“
https://youtu.be/4bVsjKmyjx4

oder

„Ansage an Lidl-Mitarbeiterin“
https://youtu.be/D5ZKCl9bIbY

später dann:
„Ich bin noch Jungfrau“
https://youtu.be/Frnjzv6yGQ0

und
„Ansage an: Idealbild der Gesellschaft“
https://youtu.be/oCbI-_3Lv_0

Aktueller:
Sein Entschluss, nach Madeira zu gehen:
“Nehme ich das ANGEBOT an? – Antwort an UNGE”
https://youtu.be/pwo7VOI9arI

“1.000.000 Abonnenten ‘Special’ ”
https://youtu.be/_ANurOkMA9U

093 // Mein Jahresrückblick 2019

Stellen wir uns vor, das folgende Bild wäre ein Jahr:

Stellen wir uns weiter vor, das Jahr bestünde aus vielen Puzzleteilen, die zusammen ein Ganzes ergeben.

Von diesen Puzzleteilen wäre nun einfach mal die Hälfte verschwunden – so wie die Hälfte der Tage durch Migräne, Schmerzen, Erschöpfung, Angst oder anderen Psychoscheiß einfach mal weg ist:

Und dann gibt es da noch Tage, die sind nicht ganz weg, aber ziemlich verblasst und grau:

Bleibt nicht viel.
Sieht nicht mehr nach Leben aus.
Ziemlich traurig.

Richtig.

ABER:
Wenn wir den Fokus ändern und vielleicht mal etwas enger ziehen …

… entdecken wir vielleicht doch was Schönes! 🙂

Also, vergessen wir die vielen Scheißtage des vergangenen Jahres und richten den Fokus auf die wenigen Tage, die in 2019 ganz ok waren. An diesen (und sogar auch an einigen Scheißtagen) war ich produktiv, engagiert, kreativ, kommunikativ, entspannt, fröhlich, zufrieden, interessiert, stark, albern oder sonstwie lebendig.

Viel zu oft fehlte mir aber die Energie, darüber zu berichten. Aber jetzt wird dem Schönen sein Platz eingeräumt. Es sind keine Hochglanzbilder und es sind keine Szenen aus einem aufregenden Leben. Kaum jemanden aus der schönen bunten socialmedia-Welt werden meine Bilder neidisch machen, aber ich denke, die meisten von Euch werden sich trotzdem und manche auch gerade deshalb mit mir über die Highlights MEINES Jahres 2019 freuen!

Ich war …

… auf dem Abschiedsgrillen der Grundschule

… mit dem Kind in der Notaufnahme

… bei meiner Freundin Anke in Ostfriesland

… am Meer

… mit dem Kind bei h&m shoppen

… in einem Schuhgeschäft Schuhe kaufen

… KEIN Mal als Patient im Krankenhaus!!!!

… mit Freunden in einem Restaurant

… Erster im Sommerloch-Quiz!

… im Möbelladen

… eine Woche im Urlaub im Ferienhaus in Ostfriesland

… auf dem 80. Geburtstag meiner Tante.

… 30 Minuten auf dem Weihnachtsmarkt in Münster!

Ich habe …

… meinen Hund Ernie auf seinem letzten Weg begleitet

… unseren neuen Hund Belka abgeholt

… die Kinder vom Kino abgeholt

… mir ein paar Mal etwas gekocht

… mir einen Mixeraufsatz gekauft, damit ich mir Smüslis und Smoothies machen kann

… meinen Schmuck in einem Ladengeschäft verkauft

… ein Insta-Interview mit FibroFee gemacht

… mein Auto zum Notfall-Camping-Mobil mit Liegemöglichkeit umgebaut (später mal mehr dazu)

… viele wunderschöne Blumen gesehen und fotografiert

… mit ein paar netten Menschen gesprochen

… meine Dachwerkstatt aufgelöst

… die Wohnung entrümpelt

… Sperrmüll weggebracht

… ein paar Mal dem Kind bei den Hausaufgaben geholfen

… im Kinderzimmer Fernseh geguckt

… mit Dunya auf der Wiese gechillt

… den Tag der offenen Tür an der weiterführenden Schule besucht

… 4 Mal Freunde besucht

… den 40 Grad- Sommer überstanden

… mit meinem Sohn seinen 10. Geburtstag gefeiert

… nicht locker gelassen und für mein Recht gekämpft

… meine CO2-Bilanz weiter (ok, teilweise unfreiwillig ;-)) optimiert

… 8 Blogartikel geschrieben

… 37 Instagrampposts und 28 Stories geteilt

… meine Kellerwerkstatt fast fertig eingerichtet

… mehrere absolut krasse Konflikte überlebt

… öfter als 2018 mit Freunden telefoniert

… es geschafft, ein Brett in den Abstellschrank zu machen, so dass die Tüten endlich nicht mehr den Staubsauger blockieren

… ein großes geheimes Projekt angefangen

… zwei Physiorezepte bekommen

… eine Runde auf den Emder Matjestagen gedreht

… Grenzen gesetzt und Distanzen eingebaut, wo es nötig war

… viele Beiträge und Kommentare kommentiert

… eine Foundation gefunden, die ich vertrage und die meine roten Flecken gut abdeckt, ohne zugekleistert auszusehen

… mich schneller von Scheißtagen erholt

… anderen zugehört

… tiktoks mit Dunya und Belka gemacht (Schaut gerne mal bei uns unter DuBeDogs vorbei)

https://vm.tiktok.com/CuP2DN/

… meine durchschnittlich gelaufenen Kilometer im Vergleich zu 2018 fast verdoppelt

… NICHT noch mehr Haare verloren und ‘ne neue Frise und Haarfarbe ausprobiert

 

… ein tolles Buch über Bäume geschenkt bekommen

… einige Handstulpen fertiggenäht

… zwei Pullover für Belka gestrickt

… mir endlich ein Rentierkissen gekauft (genauer gesagt sogar zwei! :-))

… an Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen gegessen

… ein paar ruhige Adventstage verbracht (mit Roiboostee und Prednisolon ;-))

… wieder viele Lektionen gelernt

092// Mein SCHÖNSTES Ferienerlebnis

Um die richtigen „vibes“ für diesen Beitrag aufzufangen, solltet ihr unbedingt vorher meinen Beitrag (Mein UNschönstes Ferienerlebnis) gelesen haben.

Erledigt? Ok, dann nehmt DAS:

In den Herbstferien waren mein Mann, mein Sohn, unsere beiden Hunde und ich in einem Ferienhaus in Ostfriesland.
Es war sehr schön.
Die Hunde verloren viele Haare. Die hab' ich einfach mit dem Staubsauger wieder weggemacht.
Das Kind spielte lange an seinem Handy. Ich auch.
M. und ich sind ziemlich dick und haben wenig Geld. Trotzdem haben wir im Urlaub mal was beim Bringdienst bestellt. Es war sehr lecker.
Oma und Opa kamen uns an einem Tag besuchen. Darüber haben wir uns so mittel gefreut. Oma hat Käsekuchen mitgebracht – das war prima.
In den nächsten Ferien fahren wir wieder hier hin.

Über die ganzen körperlichen Gebrechen, die mir den Urlaub hintenraus noch etwas vermiest haben, will ich jetzt gar nicht mehr schreiben. Nur so viel: Ich konnte den Hals von der herrlichen Landschaft nicht voll kriegen und bin so viel gelaufen wie seit Jahren nicht mehr – mit allen Konsequenzen.

Aber: Ich würd’s immer wieder so machen!

Habe jetzt angefangen Lotto zu spielen, damit es mit der eigenen Immobilie im Norden vorwärts geht … 5,- Euro hab’ ich schon gewonnen …  läuft bei mir … 😉

 

091// Affenscheiße

Ohne meine Krankheiten hätte ich bestimmte Dinge nie gelernt. Das ist mal klar. Deshalb übe ich, mich über das Lernen an sich und die Lernerfolge zu freuen. Zurzeit lerne ich wichtige Lektionen wie „menschliche Enttäuschungen und existentielle Sorgen aushalten“ und „mich nicht mehr ungerecht behandeln und manipulieren lassen“. Das ist eine spannende Zeit. Jeden Tag was Neues!

„Feier den Scheiß!“ – Das sollte meine Devise sein! Kein Problem! Es ist ja genug da.

Streckenweise habe ich das Gefühl, als säße ich in einem Wald und plötzlich fangen irgendwelche Affen an, mich mit (ihrer eigenen) Scheiße zu bewerfen. Nicht, weil ich ihnen was getan hätte, einfach, weil ich ruhig dasitze und sie mit ihrer Scheiße lieber werfen, als sie ordnungsgemäß in ihrer eigenen Keramik zu versenken.

“Warum ich?”, frage ich mich.

Weil ein ruhendes Ziel immer ein lohnendes ist?

Einen der Affen erwische ich direkt nach dem Wurf und ich rufe ihm entgegen: „Was soll das, Affe?! Du hast die Falsche! Du hast mich verletzt! Es macht mich traurig, wenn Du mit Scheiße nach mir wirfst! Warum machst Du das?“
Der Affe tut empört: „Hab‘ ich nie gemacht!“ und „Als Du noch nicht da warst, war alles gut!“ und „Vielleicht ist das so, weil Du ein Einzelkind bist!“

Oh. Aha. Darüber hab‘ ich mich auch schon so manches Mal geärgert. Aber was kann ich dafür, dass ich ein Einzelkind bin? Und was könnte ich daran ändern?

Nichts.

Das hat der Affe wohl auch eingesehen und entschuldigt sich. Nicht bei mir. Bei meinem Mann.

Affenlogik.

Ein anderer Affe schmeißt seine Scheiße lieber aus dem Hinterhalt, hüllt sich in ein Mäntelchen aus Wut, Gram und Schweigen und popelt sich wütend im eigenen verschmierten Ärschchen rum, um neue Scheiße zu finden, die er werfen kann, um mich zu treffen. Dabei wird er immer wütender. Verständlich. „Im eigenen Ärschchen Rumpopeln“ tut sicher weh.

Warum das alles?

Keine Ahnung. Hab’ nicht gefragt. Is‘ mir alles zu affig.

Außerdem kommt da schon der nächste Affe und wirft nicht nur die eigene sondern auch die Scheiße, die man zuvor auf ihn geworfen hatte zu mir rüber.
Ein paar andere haben ihre Scheiße noch nie anders entsorgt oder sind von (Affen-)Amts wegen dazu verpflichtet, so vorzugehen. Reiner Zufall, dass ich immer mal wieder was von dem braunen Stinkezeug abkriege – das darf ich nicht persönlich nehmen.

Und so sitze ich nun einige Zeit da.
Von oben bis unten mit Scheiße beschmiert.
Beim Blick in den Spiegel sehe ich, was die Affen aus mir gemacht haben: Einen riesen Haufen Scheiße. – Das, was ich früher selbst von mir dachte, dass ich es sei.

Und dann wird mir plötzlich klar:
Das bin ich gar nicht.
Das bin NICHT ICH!

Die Scheiße, die ich sehe, war immer schon die der anderen, die sich über mein ich gelegt hatte und die ich ohne mich zu wehren mit mir rumgeschleppt habe.
Die Scheiße der Verlogenen, Kleingeistigen, Feigen und tief persönlich Gestörten, die mit ihrem eigenen Leben schwer aneinandergeraten sind; die kein ICD-Schlüssel erfasst hat, weil sie sich niemals als die wirklich Kranken in Behandlung begeben würden. Die meinen, das sei nur was für Opfer-Typen. Für Schwächlinge und Mängelexemplare. Für Einzelkinder.
Wie mich.

Aber ich habe etwas gelernt: Ich kann die Scheiße der anderen einfach abwaschen. Kann mich davon befreien und säubern. Die letzten Duftmarken neutralisiere ich einfach mit Natron und Kokosöl.

Und dann?

Dann kümmere ich mich nur noch um meine eigene Scheiße! 🙂

Frosch mit Koffer

090//Mein UNschönstes Ferienerlebnis

In den Sommerferien waren mein Mann, mein Sohn, unsere beiden Hunde und ich bei Oma und Opa zu Besuch.
Es war nicht schön.
Die Hunde verloren viele Haare.
Das fanden Oma und Opa doof.
Das Kind spielte lange an seinem neuen Handy. Das fanden sie auch doof.
M. und ich sind ziemlich dick und haben wenig Geld. Trotzdem wollten wir im Urlaub mal eine Pizza bestellen. Das fanden sie ebenfalls doof.
Sie haben sich einen Wohnwagen gekauft. Darüber haben wir uns nicht genug gefreut. Das fanden sie total doof.
Opa und Oma finden sich auch gegenseitig doof. Das sagen die sich und uns dann auch. Das finden wir dann doof.
In den nächsten Ferien fahren wir woanders hin.

Ok. Die Grundstimmung meines diesjährigen Sommerurlaubs sollte damit klargeworden sein. Jetzt zum wirklich unschönsten Ferienerlebnis der letzten Jahre:

Schwapp

John Wayne (mein Vater) erzählt mir seit ich denken kann was von Anstand, Manieren, Respekt und Benimm. Genau dieser Typ sitzt nun also am Mittagstisch meinem 9-jährigen Filius gegenüber.
Der will sich Knoblauchsoße auf den Teller schütten. Er macht den Deckel ab und ehe ich noch sagen kann: „Vorsicht! Das kommt in einem Schwapp da raus!“, kommt es in einem Schwapp da raus und die halbe Pulle Knoblauchtunke ergießt sich auf des Kindes Teller.
Super!
Mit hilfloser Verzweiflung schaut er zu mir herüber.
Ich verdrehe kurz die Augen und stöhne ein „Och nöö …“
Bevor ich jedoch irgendwas tun kann, spricht es laut und böse aus des Opas Mund:

„Sowas Dämliches wie Dich hab‘ ich noch nie gesehen!!!“

Pardon?
Ich bin so perplex, dass mir die Speiseröhre nebst darinsteckendem Hähnchenstück versteift. Vielleicht ist auch noch ein wenig gekaute Pommes dabei. Ich japse (wahrscheinlich unhörbar) nach Luft und lande in einer Art Podiumsdiskussion meiner inneren Teile, während die Hähnchen-Pommes-Sürge millimeterweise doch noch Richtung Magen ruckelt:

A: „Das hat der nicht gesagt!“
B: „Doch! Hat der!“
C: „Kann nich‘!“
B: „Doch! Klar! Guck‘ mal, wie der guckt!“
A: „Nein!“
B: „Doch!“
C: „Ooh!“
D: „Krass!“
A: „Alter …“
C: „Darf er das?“
A: „Bist Du doof, Mann?!? Natürlich nich!!!“
C: „Warum macht der das dann?“
B: „Weil er‘s kann?!“
A und C: „WAS?!?“

„WIU WIU WIU“ – Der Glucken-Alarm geht an.
Brut in Gefahr.
Brut in Gefahr.
Brut in Gefahr.

Eskalation in 3, 2, 1 …

„Es gibt ja wohl noch wesentlich Dämlichere …“, sag‘ ich und gucke den bösen alten Mann ebenfalls böse an.
Der rafft nix.
Kunststück. Wie immer bin ich viel zu subtil.
Ich ringe um Fassung.
Gewinne.
Und schweige.
An essen ist nicht zu denken.
„Da muss man doch nicht so beleidigend werden!“, formuliere ich dann sachlich.
„Doch! Muss man!“ erwidert der von jahrelangem Betablocker-Konsum künstlich gechillte Mann, der mich in die Welt gesetzt hat, sehr überzeugend und stopft sich die nächste Gabel mit Essen in den Mund.

Ich sehe Sterne.
Geschätzter Blutdruck: 220/130.
Ich wünschte, ich könnte schnell auch ein paar Metoprolol einwerfen, um keinen Herz- oder Hirnschlag zu erleiden vor lauter Wut, doch Betablocker vertrage ich nicht.
Ich schweige deshalb wieder und rede mit meinem Herzen: „Du bist ganz ruhig! Du bist stark und ruuuuhig. Richtig ruuuuuhig. Echt ruuuuhig. Totaaal ruuuhig.“
Jetzt dissoziiere ich kurz.
Erinnere mich beim „Wiederkommen“ an all die Beleidigungen und Erniedrigungen, die ich seit frühesten Kindertagen aus dem gleichen Munde hören musste.
„Du bist ja auch klein und doof!“, hallt es noch in meinem Kopf, als ich merke, dass die Unterhaltung bei Tisch, die ich jetzt wie durch einen Schleier wahrnehme, schon halbwegs normal weitergegangen war.
„Können wir heute wieder im Wohnwagen schlafen?“, fragt irgendwann mein Sohn (der mittlerweile tapfer die ganze Pampe auf seinem Teller aufgegessen hatte) in die Runde.
„Weiß ich nicht“, sage ich tonlos.
„Warum denn NICHT!?“, erwidert John Wayne, als ob ich was sehr Dummes gesagt hätte.
„Vielleicht sind wir dir ja zu doof …?“, sage ich tonlos.

Woaaaaahhh! – Auftritt Narzissa I.:
„Was soll DAS denn jetzt?!?!“, empört sich meine Mutter.

„Na, ja, kann ja sein“, sinniere ich abwesend.
„Also, IHR sagt doch auch dauernd so Ausdrücke zu dem Kind!“, motzt sie in meine Richtung und meint damit auch meinen Mann.
Der ist auch noch ganz benommen und sagt: „Nee, also sowas sagt bei uns garantiert keiner!“
„Wenn, dann aus Spaß!“, setze ich nach. Ein „Du Heini!“, „Trötnase“ oder „Schleifen-Heinz“ kommt bei uns tatsächlich schon mal vor. 😉

Ein Teil von mir wollte noch erklären, was es mit dem Unterschied von „Verhalten kritisieren“ und „den ganzen Menschen abwerten“ auf sich hat, aber dieser Teil kam nicht mehr zum Zug. Es wäre auch sinnlos gewesen, trösten mich mein Mann und mein Verstand später.

„Dann war das eben auch Spaß!“, patzt der betagte Beleidiger, was ich nur noch mit einem „Na, DANN is‘ ja gut“, quittieren konnte.

Es folgt ein nahezu vollständiges Verstummen meinerseits, eine vorgezogene Abreise, mehrere Migränetage und unwürdiges psychosomatisches Säbelrasseln (Körper so: „Mach‘ das nochmal und du lernst mich richtig kennen!“
Ich so: „Mäh!“)

Nächstes Mal fahren wir mit Sicherheit woanders hin.

——
Epilog:

Sowas erleben sicher Millionen Menschen jeden Tag. Schlimm genug. Das Problem bei meiner komplexen PTBS und dem Konglomerat „psychoaktivierbarer“ Symptome meiner anderen Grunderkrankungen und meine genetische Disposition ist, dass sich hier die Trigger die Klinke in die Hand geben und meine vorab vermutete, relative Resilienz sich wohl unbemerkt aus‘m Staub gemacht hatte.

Meine Probleme:

  • Wut, Ärger und Enttäuschung sind Gefühle, die ich immer noch nur mühsam auseinander halten kann. Manchmal auch erst im Gespräch mit sach- und fachkundigen Mitmenschen.
  • Projektion, Intrusion und Dissoziation (“Opa zu Enkel” fühlt sich für mich plötzlich an wie “Vater zu Kind” – also er zu mir -und das ist in der Erinnerung so schlimm, dass ich das Erleben abspalte (=dissoziiere) und komplett abwesend bin.)
  • Kontrollverlust– und Konfliktangst münden in Panik (= Todesangst) vor den eigenen (unter diesen Umständen völlig normalen) Körpersensationen wie Blutdruck- und Herzfrequenzanstieg

Meine Erfolge:

  • Ich kann das alles zumindest im Nachhinein selber erkennen.
    Ich musste in keine Klinik.
  • Mein Sohn hat sich am Ende bei mir bedankt (!!!), dass ich ihm „gegen Opa“ so geholfen hab‘. (So richtig erinnern, was ich noch alles gesagt habe, kann ich mich nicht, aber wenn das Kind es so empfunden hat, is‘ ja alles gut.)
  • Ich konnte meine Grenzen zumindest spüren und habe irgendwie gehandelt und entschieden.

Das Kind hat „Knoblauchgate“ übrigens den Umständen entsprechend gut verkraftet, ist sich aber sicher, dass er „das sein Leben lang nicht vergessen wird“ (O-Ton). Ich befürchte, er wird Recht behalten …

089//Muttertage

Was schreib‘ ich nur an Muttertagen
über Mütter, die ihre Kinder schlagen?

Wo ist eure Liebe, wo ist euer Herz?
Wo ist es verborgen,
wenn wir schreien vor Schmerz?

Ihr sagt das sei nötig,
ihr sagt, das muss sein.
Wie feige das ist,
das seht ihr nicht ein.

Wie tief kann man sinken?
Was ist denn so schwer?
Das Kind, das ihr schlagt,
es liebt euch so sehr.

Ihr habt uns bekommen,
die Würde genommen,
das Leben erschwert.
War’n wir so verkehrt?!

Jetzt seid ihr allein mit eurem Gewissen.
Ihr habt eurer Kinder Seele zerschlissen.

Mir bleibt nur eins – mit bitterem Lachen:
Es bei meinen Kindern besser zu machen!

 

(c) myyzilla

088// Alltagshürden: Putzen

Eigentlich putze ich ganz gerne. Jedenfalls nicht so ungerne wie meine Schwiegermutter wohl meint.

Auf meiner Prioritätenliste steht Putzen nur einfach nicht unter den TOP 5.
Das hat zur Folge, dass ich es von Haus aus weniger häufig, weniger gründlich und weniger schnell erledige als andere.

Nachdem unser Vermieter sich im letzten Jahr (zu Recht) über unsere mangelnde Flurreinigungsmoral beschwert hatte, habe ich andere innere Seiten aufgezogen und die Flurreinigung am Schlafittchen gepackt und auf Prio 3 (nach Kinderverpflegung und Eigenerhalt) geschoben. Jetzt läuft‘s.
Einmal die Woche wird der Gummibesen geschwungen und ein lavendelduftschwangerer Lappen grazil über die linolbezogene Holztreppe geschwungen, auf dass sie in neuem Glanze erstrahle.

Na ja … es sieht nach dem Putzen immernoch scheiße aus … aber es ist sauber! Für den Rest kann ich nichts, das ist Hauseigentümersache und aus ‘nem Pisspott kann man nunmal keine Blumenvase machen, wie der Volksmund sagt. Ich sollte also stolz auf meine Putzleistung und Pflichterfüllung sein. Bin ich aber selten. Meistens bin ich nachher einfach nur völlig am Ende und muss mich hinlegen.

Meine eigenen vier Wände würd‘ ich auch gerne öfter und gründlicher wienern, aber das ist schlicht unmöglich. Als Spoonie stehst du täglich vor dem Problem: Putzen oder essen, Putzen oder Fußnägel schneiden, Putzen oder das Kind trösten, usw. Meistens gewinnen das Essen, die Füße oder das Kind.

Und dann hörst du noch die Stimmen deines Therapeuten: „Nehmen Sie sich mal Zeit für sich selbst“, „Machen Sie, was Ihnen gut tut!“ und „Achten Sie darauf, sich nicht zu überfordern!“
Ja, ja.
Ich mach‘ das jetzt eben und dann nehm‘ ich mir mal Zeit nur für mich. Für was Schönes, etwas, das mich nicht überfordert.

Am Ende hab‘ ich dann immer ein blitzsauberes Badezimmer, liege nassgeschwitzt weinend auf dem Bett und kann mir drei Tage lang vor Schmerzen kaum die Zähne alleine putzen. Ich tu’s trotzdem.

Umweltsau wider Willen

Hinzu kommt ein immerwährendes schlechtes Gewissen wegen der Umwelt und so. Im Haushalt kann man da ja so viel Schlimmes anrichten, obwohl es auch anders ginge. Mit ein paar Handgriffen mehr (= 3 Spoons weniger) und biologisch unbedenklichen Mitteln.

Mir persönlich gefiele auch die Variante „garnicht mehr putzen und warten, bis wilde Tiere oder irgendwelche Einzeller kommen, die sich an meinem Unrat laben“ ganz gut, aber ich beuge mich dem Druck der Gesellschaft, der Vermieter, der Kinderschutz- und Gesundheitsbehörden und der Schwiegermutter. Ich putze. So gut es eben geht.

Aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen, verzichte ich ja mittlerweile weitgehend auf böse Chemiekeulen der bösen Reinigungsmittelindustrie.
Setze stattdessen fast ausschließlich auf Natron, Essigessenz, Naturseife und diverse natürliche Öle (z.B. Kokos- und Kamelienöl).
FAST – denn manchmal passiert sowas wie neulich:

BAAAHWUSCH!!!

Ich stehe im Schlafzimmer und höre ein Gurgeln aus dem gegenüberliegenden Bad. Es macht BAHWUSCH!!! und GURGELGURGEL!!! Der Klodeckel hebt sich kurz, der Wannenstöpsel fliegt hoch und dann spladdert es kurz aus Klo und Wanne, dass es eine Art hat.
Schöne Sauerei.
Ich steh‘ da und weiß erst garnicht, was ich machen soll.
Dann höre ich ein Brummen vor‘m Fenster und gucke hinaus: Ein gelber Rohrreinigungswagen steht vor der Tür. W T F???!!!???
Ich wähle die Telefonnummer des Vermieters, der unten wohnt.
Keiner geht ran.
Ich gucke aus dem Fenster – diesmal hinten raus. Im Garten wird emsig mit Geröhr hantiert.
Ich öffne das Fenster und beschreibe das Geschehen in meinem Bad.
„Kann nicht sein, das ist ja getrennt!“, sagt der Rohrreinigungstyp, den ich nur hören, aber nicht sehen kann, weil er um die Ecke steht.
„Doch“, sag ich. „Bei mir ist grad das Klo quasi explodiert und in der Wanne liegt der ganze Schmodder jetzt und es stinkt wie die Pest.“
„Oh, ja, och“, spricht es.
„Kann ich das jetzt wieder wegmachen und spülen, oder kommt da noch was?“, frage ich.
„Nö, kannste ruhig spülen, das macht hier nichts“, sagt der Vermieter.
Wie schön. Da bin ich ja beruhigt.
Dann mach‘ ich das Stinkechaos mal wieder sauber.
Hab‘ ja sonst nichts zu tun und mir geht‘s heute sowieso blendend … (natürlich) nicht.

So sitze ich fast eine Stunde in dem Scheiß Badezimmer (buchstäblich) und putze.
Diesmal nehme ich auch Desinfektionsspray und Chemie – viel Chemie. Obwohl ich mich sonst wirklich nicht anstelle, aber in hochgewirbelter Scheiße mag auch ich nicht rumlaufen oder baden.

Sicher kann man auch natürlich gegen derlei Verschmutzung angehen, aber das Argument „Geht ganz leicht, sind nur 3 Arbeitsschritte mehr“ oder „dauert nur 5 Minuten länger“ machen bei mir den Unterschied zwischen „schaff‘ ich manchmal soeben“ und „schaff‘ ich null“.

Beispiel: Putzlappen. Die kann ich nicht schmerzfrei auswaschen und auswringen. Um überhaupt so etwas wie „halbwegs saubere Oberflächen (Tische, Arbeitsplatte usw.) zu haben, nutze ich meistens Einmal-Feuchttücher. Böse.

Und wenn mir die Miege aus dem Klo durchs Bad sprenkelt, nehm ich hochkonzentriertes Anti-Alles-Spray und sehr viele Zellstofftücher, die ich (nachdem ich sie mit den Füßen über den Fußboden gerieben habe) nachher wegschmeiße. Ich Umweltsau.

Vom Vermieter gab‘s kurze Zeit später noch ‘nen tollen Tipp: „Schütt‘ ab und zu mal 2 Liter Cola in die Abflüsse.“
Klar, kein Thema. Dazu müsste ich nur eben in den Supermarkt fahren, jemanden finden, der mir die Flaschen aufmacht und mein schlechtes Gewissen beruhigen, wenn ich Lebensmittel für 2,18 Euro ins Klo kippe.

Wenn das mal alles so einfach wär‘ …

——-
Kleiner Musiktipp (kann man prima beim Putzen hören):
https://youtu.be/dD_TJH31xyc

087// Pommes!

In den letzten Wochen haben mich zwei junge Menschen tief beeindruckt:

Jan und Tim.

Beide sind Anfang 20, gutaussehende, lockere Typen mit Manieren und Charme. Jan hat darüber hinaus noch alle Hände voll zu tun mit „Gisela“.
So nennt er „sein“ Tourette-Syndrom.

Tourette (so die umgangssprachliche Ganz-Kurz-Form) ist eine Fehlfunktion des zentralen Nervensystems, die ihren Namen einem französischen Neurologen und Psychiater namens Georges Gilles de la Tourette verdankt.

Das Tourette-Syndrom wird zu den zentralnervösen Bewegungsstörungen (genauer: zu den sogenannten extrapyramidalen Hyperkinesien) gezählt, zu denen zum Beispiel auch das Restless-Legs-Syndrom und der Tremor (unkontrolliertes Zittern/Wackeln) bei einer Parkinson-Erkrankung gehören.

Zu den Hauptsymptomen von Tourette zählen unter anderem unwillkürliche Bewegungen und Laute, die der Betroffene nicht steuern kann.

Die meisten Menschen verbinden mit Tourette nur diejenigen Betroffenen, die irgendwelche obszönen Wörter schreien. Dies ist aber nur ein mögliches Symptom von Tourette. Der Fachausdruck hierfür ist: Koprolalie.

Wie bei vielen anderen zentralnervösen und neurologischen Störungen auch, äußert sich Tourette bei den einzelnen Betroffenen graduell und qualitativ sehr unterschiedlich.

Die sogenannten „Tics“ (= franz. „nervöses Zucken“) treten entweder dauerhaft permanent auf, oder mehrfach am Tag in regelrechten Salven. Bei einigen Betroffenen treten sie auch nur in Belastungssituationen und durch bestimmte Trigger auf. Mehr Fachmedizinisches zum Tourette-Syndrom findet ihr auf der entsprechenden Seite von “Neurologen und Psychiater im Netz”.

Jan und Gisela

Zurück zu Jan und Gisela:
Zu Jans Symptomkomplex gehört die Koprolalie leider auch. Gisela lässt es zwischenzeitlich richtig krachen (wie er selber sagt).

Sie hat einen, sagen wir “besonderen” Humor und mag gerne Pommes – wie ich ;-). Trotzdem könnte man meinen, an Gisela müsse jeder verzweifeln. So schreit „sie“ zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten ihren teils unflätigen, teils kreativen Senf dazu. Jan verzweifelt aber nicht, sondern zeigt der Welt, wie man mit Gisela klarkommt: Mit viel Humor und wenig Widerstand – hier und da zollt Jan ihr sogar Respekt, wenn sie mal wieder einen richtig Guten, Kreativen rausgehauen hat. So do I. Es sind mittlerweile zu viele, um sie hier alle zu rezitieren … Exemplarisch: “Rettet die Wale, esst mehr Japaner!”

In seinem Video „Tourette im Zoo“ bekommen wir einen kleinen Eindruck davon, wozu sie in der Lage ist. Chapeau, madame! 😉

Bei allem Humor muss natürlich klar sein, dass ich nicht über Jan lache – ganz im Gegenteil. Es ist dieses bittersüße Lachen, dass einem schon bevor es rauskommt, seine fiesen, kleinen Giftstacheln in den Hals rammt. Tourette kann nicht nur lustig sein, meint man. Das darf es einfach nicht, meint man.  Ja, warum eigentlich nicht? Bisher habe ich keine wirklich kluge Antwort gefunden, also: Lachen erlaubt. Vielleicht sogar besonders bewusst …

Offenbar hilft das Jan und anderen Betroffenen am meisten.

Erstmals hatte ich ihn in einer Galileo-Reportage zum Tourette-Syndrom gesehen, in der es um die Probleme im Job von Jan und Michelle geht, die ebenfalls an Tourette erkrankt ist. Kurz danach bin ich auf Youtube wieder über ihn und seinen Kumpel Tim „gestolpert“ und schaue begeistert und immer wieder tief beeindruckt zu, wie die beiden das machen.

Jan und Tim

Dieser Tim ist schon ein besonderer Mensch, denke ich. Wer möchte von seinem besten Freund schon dauernd beschimpft werden, oder in der Öffentlichkeit in Giselas Eskapaden integriert sein?

Tim ist da völlig gechillt und ignoriert Gisela oder lacht genauso viel wie Jan selbst.

Zusammen basteln die beiden an Jans Youtube-Kanal „Gewitter im Kopf“. Als ich als Abonnent dazustieß, hatte der Kanal gerade mal ein paar Hundert Abonnenten, schoss aber innerhalb kürzester Zeit in die Trends und liegt mittlerweile lässig im sechstelligen Abonnenten-Bereich. Und das vollkommen verdient!

Die beiden jungen Männer zeigen uns, wie man auch mit dem schlimmsten Krankheitsscheiß umgehen und trotz allem eine starke Persönlichkeit entwickeln, Freundschaft leben und viele Menschen informieren und inspirieren kann. Ich bin derart tief berührt und voller Bewunderung, dass ich gar nicht weiß, wohin mit meiner Begeisterung. Aber dafür gibt es ja diese Seite hier! 🙂

Krankheit ist nunmal ein guter Lehrer und wenn Jan, Gisela und Tim uns nicht diverse Lektionen lehren, dann weiß ich’s auch nicht … Wenn ihr drei das hier jemals lest: DANKE!

Angucken!

Also: Unbedingte Empfehlung von mir! Verbunden mit meiner persönlichen Ansage: „Stock aus‘m Arsch, Humorzentrum auf maximum expansion und los!“ Dabei nicht vergessen, den Hut mehrfach bis über’n Boden ziehen für so viel Courage und Lebensmut!

#pommesarmy #teampommes

[By the way: Für alle, die meinen, unsere Jugend taugt doch eh nichts, empfehle ich dringend, mal ganz aufmerksam die Kommentare unter den Videos zu lesen. Die „Jugendlichen“ sind nicht alle doof! Die sind mindestens genau so empathisch, motiviert und sozial wie „wir“ … oder wie wir meinen, dass wir es sind. Und: DIE sind unsere Zukunft!!! Das finde ICH beruhigend!]

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