Hier meine 10 Tipps für eine erfolgreiche Reha:

  1. Überlege VORHER, was du mit einer Reha erreichen willst und kannst. Sprich mit deinen Ärzten offen über Einschränkungen, Bedenken und Erwartungen im Vorfeld einer Maßnahme! Das spart u.U. viel Ärger und Kosten. Auch wenn du von Krankenkasse oder Arbeitsamt zur Reha aufgefordert wirst, muss deine Rehafähigkeit vom Arzt geprüft und bestätigt sein.
  2. Während der Reha: Offen bleiben, nicht bei jeder Gelegenheit rummotzen. Die Therapeuten sind Top-Leute, die ihren Job in der Regel gut machen und nichts für den Druck, der z.B. von Kostenträgern oder Management ausgeht, können. Rede mit ihnen, wenn etwas für dich nicht in Ordnung ist. Bleibe dabei freundlich und sachlich, aber hartnäckig.
  3. Bei Problemen: Zuständigen Arzt ansprechen – der kann nicht riechen, wenn was nicht i.O. ist – auch mehrmals. So ein Reha-Doc hat viel zu tun, da kann auch mal was durchgehen.
  4. Nutze alle Angebote des sozialen Dienstes in der Reha-Einrichtung. Die Leute kennen sich aus und wissen, wie und wo man ggf. weiterführende Hilfe bekommt.
  5. Auch bei den Krankenkassen oder dem Rentenamt sitzen nicht nur Trötnasen. Die meisten Sachbearbeiter helfen gerne bei Problemen. Oft gilt die Binsenweisheit: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.
  6. Dokumentiere ausgefallene Anwendungen, deinen körperlichen Zustand, Terminabweichungen, besondere Vorkommnisse usw. so detailliert wie möglich. Lasse dir nach Möglichkeit deine Aufzeichnungen schriftlich bestätigen.
  7. Wenn im Entlassungsbericht etwas nicht stimmt: Bitte schriftlich, sachlich und möglichst mit Belegen bei der Reha-Einrichtung um Korrektur. – Sende eine Kopie an den Kostenträger (Rentenversicherung od. Krankenkasse) – Am besten alles per Einschreiben mit Rückschein. Die Aussagen der Reha-Einrichtungen haben Bedeutung in vielen Verfahren (z.B. Anerkennung einer Schwerbehinderung od. Rentenverfahren). Du hast ein Recht auf einen korrekten Bericht, deshalb lohnt sich ein wenig Aufwand in diesem Punkt. Wenn alles nichts bringt: Hol’ dir anwaltliche Hilfe oder die Hilfe von Sozialverbänden (z.B. VdK) oder deiner Gewerkschaft. Nutze deine Energie für dich und deine Gesundheit – lass dir helfen.
  8. Nicht alle falschen Aussagen in medizinischen Unterlagen geschehen in böswilliger Absicht oder aus Kostengründen, deshalb immer sachlich bleiben und erstmal nicht alles auf sich beziehen.
  9. Bedenke, dass nicht jeder Arzt Experte in allen Disziplinen sein kann (auch wenn manche sich so darstellen ;-)) So kann es eben manchmal auch zu Fehleinschätzungen kommen, die du nicht unbedingt persönlich nehmen musst.
  10. Das Wichtigste: Du bist für deinen Körper und was mit ihm “gemacht” wird in erster Linie selbst verantwortlich. Niemand kann dich zu etwas zwingen, das dir schadet oder Leid zufügt. In der Regel will das auch niemand. In meiner Reha-Story kannst du sehen, was passiert, wenn man diese Verantwortung für sich selbst nicht vollständig übernimmt oder (aus welchen Gründen auch immer) übernehmen kann. Dann vergewaltigst du dich im Grunde selbst und gibst vielleicht am Ende jemand anderem die Schuld dafür.

 

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